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Wie viel kosten Aktien?

Zuletzt Aktualisiert: 21. Mai 2021

Zusammengefasst


Von gebührenfreien Aktien bis zu Fixsätzen, Flatrates und prozentualem Anteil, welcher vom Handelsvolumen abhängig ist, ist vieles möglich. Bei den Fixsätzen reicht die Spannbreite der Aktienkosten von € 0,00 bis € 40,00, abhängig vom Online Broker. Bei prozentualen Sätzen ist ein Betrag bis zu 4% des Handelsvolumens möglich. Zusätzlich können Kosten für das Depot verrechnet werden.

Wer in Aktien investieren möchte, orientiert sich am Kurswert und übersieht gerne die mit dem Kauf zusammenhängenden Kosten. Ein Fehler, denn solche Kosten können sich summieren und beeinträchtigen die Rendite.

Vor der Aktienorder solltest Du deshalb diese Kostengruppen checken:

  • Börsengebühren Börsenplatzgebühren
  • Transaktionskosten der Bank bzw. des Brokers
  • Depotführungsgebühren Kosten für Auszüge und Informationen
  • Kosten für besondere Leistungen

Wir stellen mögliche Kosten vor und geben Tipps, wie sie reduziert werden können.

Börsengebühren beim Aktienkauf

Wer Aktien kaufen bzw. verkaufen will, muss mit Börsengebühren rechnen. Sie werden von der beauftragten Bank oder dem Broker erhoben. Zusätzlich fallen Kosten nach dem jeweiligen Börsenplatz an.

  • Um die Kostenstruktur zu vereinfachen, arbeiten immer mehr Broker und vor allem Direktbanken mit einer fixen Ordergebühr, die höchstens von einem Minimal- und Maximalbetrag begrenzt wird.

Beträgt die rechnerische Ordergebühr weniger als die festgelegte Mindestgebühr, wird diese entsprechend angehoben. Investierst Du am liebsten Kleinstsummen, beachte also die Mindestgebühren.

Ist die Order dagegen so groß, dass der Maximalbetrag überschritten wird, reduziert sich die Gebühr für Dein Aktienpaket bis auf den Höchstbetrag.

  • Andere Broker berechnen einen prozentualen Anteil vom Ordervolumen. Hier können ebenfalls Mindest- und Maximalbeträge definiert sein.
  • Beliebt bei Anbietern ist auch der Mix aus Fixbetrag plus gestaffeltem Prozentsatz.

Damit ist die Kostenstruktur meist noch nicht erschöpft. Denn immer mehr Anbieter verlangen Gebühren für einzelne Werkzeuge wie das Setzen oder Ändern eines Limits oder eine Stop-Loss-Order. Auch die Löschung des kompletten Orderauftrags verursacht häufig Kosten.

Die telefonische Order kann ebenfalls zu zusätzlichen Kosten führen, vor allem bei klassischen Banken. Daher empfiehlt es sich, einen Broker oder eine Direktbank zu wählen, die sich auf mündliche Orderübermittlung spezialisiert hat.

Auch unterjährige Depotauszüge, Steuerbescheinigungen, geringe Handelsvolumen oder Aufträge an bestimmten Börsenplätzen können Kosten verursachen.

Das kosten Aktien an den Börsenplätzen

Die Kosten der Börsenplätze hängen von der Art der Börse ab. Es gibt elektronische und Regionalbörsen. Sie unterscheiden sich deutlich hinsichtlich der Kostenstruktur. Alternativ bieten Broker interessante Modelle an.

Ein Anleger hat an Börsenplätzen einen Mix aus Orderprovision, der pauschalierten Handelsplatzgebühr über 2.-- EUR und der Börsengebühr zu bezahlen.

Bei Regionalbörsen fällt zusätzlich eine Maklercourtage bzw. Handelsentgelt an. Es beträgt entsprechend der Wertpapierart ca. 0,4 ‰ bis 0,8 ‰.

Broker berechnen z. B. *:

  • ONVISTA-Bank: 5,00 € pro Order
  • TARGOBANK Klassik: 8,90 € pro Order
  • ING: 7,40 € pro Order
  • comdirect bank: 9,90 € pro Order

Elektronische Börsen berechnen*:

  • XETRA: 0,00739 % vom Ordervolumen (min. 0,75 €, max. 89,96 €)
  • Tradegate Exchange: 0,00 €

Regionalbörsen berechnen *:

  • Börse Frankfurt: 0,072 % vom Ordervolumen (min. 3,75 €, max. 89,96 €)
  • Börse Düsseldorf: 0,045 % vom Ordervolumen (min. 1,19 €)
  • Börsen Berlin-Bremen,

Hamburg, München:   0,045 % vom Ordervolumen (min. 1,55 €, max. 14,28 €)

*Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte vor dem Kauf die aktuelle Gebührenübersicht prüfen.

Transaktionskosten beim Aktienkauf

Die meisten Broker und Anleger berechnen eine Transaktionsgebühr, die prozentual vom Ordervolumen berechnet wird und eine Mindesthöhe einhalten muss. Je nach Größe des Aktienpaktes machen diese Kosten den Löwenanteil aus. Häufig kommen Börsenspesen dazu, beispielsweise Börsenplatzgebühren, wie oben beschrieben.

Wofür fallen Depotgebühren an?

Für die Aktienverwahrung benötigst Du ein Depot, das an Gebühren bis zu 30.-- EUR p. a. kosten kann. Es geht aber auch günstiger. Viele Online-Broker und Direktbanken bieten kostenfreie Depots an. Dies setzt voraus, dass auf eine individuelle Beratung verzichtet wird.

Fazit

Wer auf Beratung verzichten kann, spart mit einem Online-Depot und dem Handel an einer elektronischen Börse wie Tradegate Exchange beim Aktienhandel viel Geld und Zeit.

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Dieser Artikel wurde erstmals am 7. September 2020 veröffentlicht und am 21. Mai 2021 aktualisiert.
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