THEMEN-SPECIAL:

Wie verhält sich Bitcoin in Finanzkrisen?


Martin Fiedler

Zuletzt Aktualisiert: 3. Dezember 2020

Zusammengefasst
Da Bitcoin seit seiner Enstehung bis zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Finanzkrise mitgemacht hat, ist die Auswkikung auf den Preis noch nicht abschätzbar. Es gibt allerdings kleine Hinweise auf eine positive Kursentwicklung von Bitcoin während Krisen aus einzelnen Ländern. Hier zeigt sich, dass die Bevölkerung vermehrt begann, Bitcoin zu kaufen.

Wie sich Bitcoin in Wirtschaftskrisen verhält

Wenn Aktien und andere Assets im Depot in einer Wirtschaftskrise den Bach heruntergehen, suchen viele Anleger nach einer sicheren Alternative.

Eine dieser alternativen Formen der Geldanlage ist Bitcoin, welcher zwar durchaus volatil ist, sich bisher aber immer in regelmäßigen Abständen zu einem neuen All-Time-High schwingen konnte.

Deshalb stellt sich berechtigterweise die Frage, wie sich Bitcoin in finanziellen Krisen verhält und ob die Kryptowährung diesbezüglich eine Art sicherer Hafen ist.

Um es gleich Vorweg zu nehmen: Man kann hier keine hundertprozentig sichere Antwort geben.

Einerseits, weil niemand in die Zukunft blicken kann. Andererseits aber auch, weil es bislang keine größere Finanzkrise gibt, wo der Preis von Bitcoin beobachtet worden werden könnte.

Und selbst wenn eine Finanzkrise gegeben haben sollte, wäre dies aufgrund einer einzigen Beobachtung statistisch irrelevant.

Man muss sich also in gewisser Weise mit Spekulationen zufriedengeben.

Einige kleinere Beispiel gibt es jedoch bereits:

  • Zypern: 2013 hatte das Land mit einer Bankenkrise zu kämpfen, woraufhin viele in Bitcoin "flüchteten".
  • Als die argentinische Regierung ihren Bürgern verboten hatte, US-Dollar zu kaufen, gibt es Hinweise darauf, dass viele Anleger begannen, in Bitcoin zu investieren. Der Preis von Bitcoin war zu dieser Zeit sehr viel höher als in anderen Ländern.

Wohlgemerkt, diese Beispiele können kleine Hinweise geben, haben jedoch eine äußerst geringe Aussagekraft zur Beurteilung von Bitcoin in Weltwirtschaftskrisen.

Wirklich spannend wird die Entwicklung in der 2020 beginnenden Finanzkrise, was noch abzuwarten bleibt.

Was Bitcoin krisensicher machen könnte

Bitcoin könnte in (oder besser gesagt VOR) einer Finanzkrise aufgrund mehrerer Faktoren eine gute Investition sein.

Wie jedoch bereits erwähnt, hat es aufgrund mangelnder Erfahrungswerte viele mit Spekulation zu tun. Ist daher also keinesfalls als Anlageberatung zu sehen.

  • In einem Crash bricht die Börse zusammen, da unter Anderem das Vertrauen in die klassischen Banken nicht mehr gegeben ist. Bitcoin als dezentrale Alternative, die noch dazu limitiert ist, stellt einen starken Gegenpol dazu dar.
  • Die Volatilität wird in der Regel als Negativbeispiel angebracht. Jedoch sorgt diese auch für höhere Risikobereitschaft, welche viele neue Händler in den Markt holen kann. In einer Krise bedeutet Bitcoin somit für viele Anleger zwar hohes Risiko, jedoch auch theoretisch höhere Gewinne.
  • Da Bitcoin keinem Unternehmen gehört und von keiner Autorität kontrolliert wird, gibt es keine Unternehmensassets, die verloren gehen können, keine Mitarbeiter, die entlassen werden müssen und keine Partner, die springen können. Viele der Dinge, die in einer Finanzkrise bei anderen Assets eine Rolle spielen, kommen bei Bitcoin nicht zum Tragen.

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Dieser Artikel wurde erstmals am 3. Dezember 2020 veröffentlicht und am 3. Dezember 2020 aktualisiert.
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